Arbeitskräfte & Forschung

Arbeitskräfte & Forschung

Der Nachhaltigkeitsgedanke ist in Hessen auch im Bereich Forschung und Lehre stark verankert: Vielfältige Studiengänge, Kooperationen der zahlreichen Bildungseinrichtungen mit Firmen, Institutionen und Clustern sowie eine enorme Bandbreite an Forschungsprojekten zum Thema legen die Grundlagen für den Nachhaltigkeitsstaat Hessen.

Viele hessische Universitäten haben sogar eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt: Auf diese Weise vermitteln sie den Nachhaltigkeitsgedanken nicht nur passiv, sondern leben diesen auch aktiv vor.

Die Frankfurt UAS (Frankfurt University of Applied Sciences) hat hierbei eine Vorreiterrolle inne: Sie hat sich als erste unter den zahlreichen hessischen Hochschulen eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie gegeben und trägt dank konsequenter Maßnahmen auch als erste den offiziellen Titel „Fairtrade University“.

Die Hochschule RheinMain versucht durch die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes, regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte und Berichte zum Hochschulischen Mobilitätsmanagement aktiv, ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Die Maßnahmen reichen vom Einkauf über die Energieversorgung bis hin zur Streuung von Nachhaltigkeit in den Hochschulalltag.

Die Justus-Liebig-Universität Gießen leistet durch ihren „Masterplan Energieeffiziente Mobilität“ einen Beitrag zur Verkehrswende – unter anderem mit vierrädrigen Lastenfahrrädern, die Beschäftigte für Dienstfahrten nutzen können.

Die Technische Universität (TU) Darmstadt ermöglicht es durch ihre digitale Plattform „Nachhaltigkeits-Kompass“, aktuelle Nachhaltigkeitsberichte transparent einzusehen. Zusätzlich ist sie Mitglied der Hochschulen für nachhaltige Entwicklung in Darmstadt (HONEDA) und beteiligt sich aktiv am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit.

Neben der Umsetzung im hochschulinternen Alltag setzen die hessischen Bildungseinrichtungen auch auf eine Vielzahl an Forschungsprojekten zum Thema Nachhaltigkeit.

Die Universität Kassel kooperiert mit den örtlichen Stadtwerken, der WOHNSTADT Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft und der Gesellschaft für rationelle Energieverwendung beim Thema „Energieeffizienter Wohnraum“. In der Zusammenarbeit von Ingenieur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern sollen Wege aufgezeigt werden, wie eine rechtlich sichere Grundlage für die energetische Sanierung von größeren Wohngebäuden gefunden werden kann.

Ein Team der Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen hat im Magazin „Journal of Banking & Finance“ Erkenntnisse publiziert, welchen Einfluss Corporate Social Responsibility (CSR) Maßnahmen auf die Bewertung eines Unternehmens am Kapitalmarkt haben.

Im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Darmstadt und dem hessischen Unternehmen Merck wurde die Forschungsplattform „Sustainability Hub“ eingerichtet. Schwerpunkte sind die Bereiche Kreislaufwirtschaft, digitale Nachhaltigkeit, verantwortlicher Umgang mit Rohstoffen und neuartige biologisch-inspirierte Prozesse und Verfahren.

Ein Team von Wissenschaftlern der Rhein-Main-Universitäten hat in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt und dem Institut für Tierökologie und Naturbildung in Laubach am „Clusters4Future“-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums teilgenommen. Ihr Projekt SENSORITHM Rhein-Main hat zum Ziel, mit intelligenten Sensortechnologien an Windrädern Kollisionen mit Vögeln und Fledermäusen zu vermeiden sowie selbstlernende Sensorsysteme zur Überwachung technischer Komponenten und Anlagen zu entwickeln.

Fünf Jungwissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt haben für ihre Qualifikationsarbeiten im Feld der Umwelt- und sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsforschung den „Frankfurter Preis für Umwelt und Nachhaltigkeit“ gewonnen.

Die Technische Universität Darmstadt entwickelt in Kooperation und gefördert durch das in Frankfurt angesiedelte House of Logistics and Mobility (HOLM) neue Möglichkeiten, um Lieferverkehr in Städten zu reduzieren – exemplarisch durch Paketlieferungen per Straßenbahn. Das Forschungsprojekt „ÖGNV – Öffentlicher Güternahverkehr: Kombinierter Güter- und Personentransport im öffentlichen Nahverkehr“ soll dabei auf seine praktische Umsetzbarkeit hin untersucht werden.

Die Hochschule Darmstadt (h_da) hat den Forschungsschwerpunkt Elektromobilität (fsemo) eingerichtet, der in einer hochschulübergreifenden Zusammenarbeit ganzheitliche Lösungen für eine individualisierte und nachhaltige Mobilität der Zukunft entwickelt – inklusive der thematischen Säulen „Energie“, „Infrastruktur/IT“ und „Sozio-Ökonomie“. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Die Frankfurt University of Applied Sciences ermittelt mit dem Projekt caREL (Computer-Aided Renewable Energy Language) die besten und ertragreichsten Standorte für Windkraft- und Solaranlagen als Grundlage für die Umsetzung der Klimaschutzziele des Bundes sowie des European Green Deals. Auch dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat die SDG-Partnerschaft „Planetary Utilization of Sustainability Strategies“ ins Leben gerufen – zusammen mit acht Partnerhochschulen aus dem südlichen Afrika sowie Lateinamerika und gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Grundlage sind die UN-Nachhaltigkeitsziele, aber auch der Wissenstransfer in Länder wie Mosambik, Namibia und Ecuador.

Hessische Hochschulen arbeiten traditionell eng mit der Wirtschaft zusammen, um wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis umzusetzen. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit gibt es deshalb zahlreiche Kooperationen.

Der Landesverband HESSENMETALL, die HESSENMETALL-Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus und die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben einen Kooperationsvertrag geschlossen: Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie aus der Region können dadurch noch direkter und enger in Kontakt mit der Frankfurt UAS treten, indem die Partner den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre mit gemeinsamen Veranstaltungsangeboten und Projekten intensivieren. Insbesondere Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Big Data, intelligente Produkte, Mobilität und Logistik sowie die Digitalisierung der Arbeitswelt und das Thema Nachhaltigkeit stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Deutsche Bahn und die Technische Universität Darmstadt haben eine Innovationsallianz gebildet, bei der gemeinsame Teams kontinuierlich an Zukunftsthemen wie ökologischem Schienenverkehr, Cybersicherheit, Mobilitätsmanagement, Urbaner Logistik und Fragen der Infrastruktur arbeiten, um interdisziplinäre Synergien optimal zu nutzen.

Zehn hessische Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen haben zusammen mit dem „Fachgebiet Umweltgerechte Produkte und Prozesse“ der Universität Kassel ein Kooperationsprojekt zum Thema „Weg zur Klimaneutralität“ gegründet. Dabei werden Erkenntnisse für die politische Diskussion über das Ambitionsniveau der verschiedenen Klimaschutzziele und Dekarbonisierungspfade gewonnen.

Das Unternehmen Rinn Beton- und Naturstein aus Heuchelheim, das 2018 für sein ökologisches und soziales Engagement als Deutschlands nachhaltigstes mittelgroßes Unternehmen ausgezeichnet wurde, hat eine Kooperation mit angehenden Wirtschaftsingenieuren mit Studienschwerpunkt Life Cycle Management der Technischen Hochschule Mittelhessen geschlossen.

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